
Bauen, anpacken, staunen: Maurer-Workshop begeistert Kinder an den Kids- und Teeniedays Effretikon 2026
Mörtel anrühren, Kelle in die Hand und Stein für Stein nach oben: An den diesjährigen Kids- und Teeniedays im Baumeister Kurszentrum Effretikon wurde nicht lange gefackelt, sondern gebaut. Der von der Reformierten Kirchgemeinde Effretikon und der FEG Effretikon organisierte Kinder- und Jugend Grossanlass, der in der Region bereits Kultstatus geniesst, fand bereits zum fünften Mal im Baumeister Kurszentrum statt, in welchem sich viele der Kinder und Teenager bereits zu Hause fühlen.
Im Maurer-Workshop, seit dessen erster Durchführung ein «Dauerbrenner» bei den KidsDays, packten Primarschulkinder und Jugendliche mit Begeisterung selber an und bauten gemeinsam einen Brunnen.
Geplant und begleitet wurde das Bauprojekt von Fachinstruktor Daniel Meier. Doch gebaut haben die Kids selbst. Und zwar mit vollem Einsatz. Pflaster auftragen, Kelle richtig halten, Stein ausrichten, nachmessen, korrigieren – nach und nach wurde aus Sand, Wasser, Zement und Steinen etwas, das tatsächlich Form annahm. Für etliche Kinder war es das erste Mal, dass sie selbst gemauert haben. Entsprechend gross war die Freude, als der erste Stein sass. Gerade. Fest. Und selbst gemacht.
Genau darum geht es beim Maurer-Workshop: ausprobieren, anpacken und sehen, was die eigenen Hände schaffen können. Die Kinder und Jugendlichen lernten nicht nur, wie man eine Mauer baut. Sie erfuhren auch, dass gutes Handwerk Teamwork ist. Einer hält, einer misst, einer mauert – und zwischendurch hilft der Profi, gibt einen Tipp oder zeigt, wie es noch besser geht. Aus anfänglichem «Wie soll ich das denn machen?» wurde schnell konzentriertes Arbeiten. Und aus Konzentration wurde Stolz.
Dabei war jedes Kind anders unterwegs. Die einen arbeiteten ruhig, präzise und hoch konzentriert, die anderen legten sofort los und wollten am liebsten gar nicht mehr aufhören. Allen gemeinsam war die Freude daran, etwas Echtes zu bauen. Etwas, das bleibt. Mörtelflecken als Ehrenzeichen auf den Kleidern inklusive.
Am Ende der Woche war der Brunnen fertig. Mit Wasseranschluss und Hahn stand er beim grossen Abschlussfest zwischen Bühne und Gästezelt – und wurde bei den hochsommerlichen Temperaturen kurzerhand zum Publikumsmagneten. Abkühlung für alle. Aus einer Palette Steine und vier Wannen voll Pflaster war im Kids- und Teeniedays-Maurer-Workshop ein Schmuckstück von einem Bauwerk entstanden. Und vielleicht noch etwas viel Wichtigeres: eine erste Begegnung mit einem Beruf, der mehr kann, als viele denken. Denn wer hier erlebt, wie aus einzelnen Steinen gemeinsam etwas Grosses entsteht, bekommt einen ganz konkreten Eindruck davon, was Bauen bedeutet. Kreativität, Teamwork, Können und am Ende ein Ergebnis, das man anfassen kann.
Für die Baubranche sind solche Erlebnisse Gold wert. Denn die Kids von heute sind die Fachkräfte von morgen. Wer schon früh erlebt, wie viel Spass Bauen machen kann, nimmt vielleicht nicht nur einen nassen Ärmel und ein paar Mörtelflecken mit nach Hause – sondern auch die Lust, später einmal selbst auf der Baustelle zu stehen.
Und bei einem Satz war sowieso alles klar:
«Ich MUSS nächstes Jahr wieder bauen.»
(Junge, 8 Jahre, am Fest zu seinen Eltern)


















